CASTOR-Transport: "Oberhavel stellt sich quer!"

Veröffentlicht am 16.12.2010 in Kommunalpolitik

Artikel aus der Märkichen Allgemeinen vom 16.12.2010

PROTEST: Kerzen in der Nacht

Aktionsbündnis veranstaltete Mahnwache gegen Castor-Transport am Bahnhof Oranienburg

ORANIENBURG - In ihrer kleinen Wohnung am Bahnhof spürt sie jeden Zug, der die Gleise entlangdonnert. „Da wackeln die Gläser im Schrank“, sagt Britta Schonknecht. Den Gedanken, dass bald auch ein Castor durch Oranienburg rollen könnte – dies ist eine der Alternativrouten für den Atommüll-Transport ins Zwischenlager Lubmin –, findet die Erzieherin gruselig. Deshalb war die 39-Jährige gestern zur Mahnwache am Bahnhof Oranienburg gekommen. „Ich bin zwar nur 1,56 Meter groß, aber vielleicht hilft es ja, wenn ich hier stehe.“ Mit ihr standen noch rund 40 weitere Demonstranten am Bahnhof, reckten Kerzen und Transparente mit Anti-Atom-Parolen in den Nachthimmel und skandierten „Abschalten, abschalten!“

Organisiert hatte die Aktion das Bündnis „Oberhavel stellt sich quer!“, ein Zusammenschluss aus Mitgliedern von Linken, SPD, Grünen und Umweltverbänden aus dem Landkreis. Erst am vergangenen Sonntag hatte sich das Bündnis auf Initiative der Linken in Oranienburg gegründet. „Wir haben uns entschlossen, jetzt zu handeln und die anderen Parteien ins Boot zu holen, speziell weil Brandenburg Teil der Route des Castor-Transportes ist“, sagte Koordinator Lukas Lüdtke, der für die Linke in der Stadtverordnetenversammlung Hohen Neuendorf sitzt. Der 21-Jährige legt aber Wert darauf, dass die kleine Mahnwache am Bahnhof auch gegen die Atomkraft generell gerichtet war. „Wir fordern, dass alle Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden“, so Lüdtke. Zudem wolle man ein Zeichen der Solidarität mit all jenen setzen, die anderswo in Deutschland an Bahngleisen gegen den Castor-Transport demonstrierten.

Lüdtke hält es für unwahrscheinlich, dass der Zug mit dem radioaktiven Atommüll auf dem Weg nach Lubmin tatsächlich durch Oranienburg rollen wird. „Für die nächsten Transporte kann sich das aber ändern, weil dann die Havelbrücke bei Hennigsdorf fertig ist.“ Für Jörg Ditt (Grüne) ist dieser Gedanke fast schon abwegig. „Man kann doch in Oranienburg nicht die Straßen wegen der Bombenproblematik für Schulbusse und den Schwerlastverkehr sperren und dann Castor-Transporte durchleiten. Das wäre absurd.“

Heute veranstalten Mitglieder der Linksjugend Solid Oberhavel ab 17 Uhr eine weitere Protestaktion am Bahnhof Oranienburg. (Von Marco Paetzel)

Foto: Robert Roeske Foto: Robert Roeske

 

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