Bombensuche

Veröffentlicht am 28.04.2011 in Allgemein

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 27.04.2011:

BOMBENSUCHE: Gefahr aus der Tiefe

Wo 2011 nach Relikten gefahndet wird / Stadt fordert Landesregelung

ORANIENBURG - Gefährliche Bombenfunde, menschenleere Sperrgebiete, die Stadt erschütternde Detonationen – für die Oranienburger und ihre Stadtverwaltung seit Jahren ein Stück „Alltag“. Für Angst, Aufregung und zusätzliche Kosten sorgen die Kriegsrelikte dennoch immer wieder. Zehn sogenannte Räumstellen gibt es aktuell in der Stadt. Dort, wo Straßen im Bau sind oder Bauanträge vorliegen. „2011 bekommt Oranienburg 3,2 Millionen Euro für die Munitionssuche. Das sind 50 Prozent des Gesamtetats für die Kampfmittelsuche im Landeshaushalt. Weitere 600 000 Euro hat das Land am 12. April zugesagt“, so Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm. Was damit in diesem Jahr an weiteren kleinen Schritten hin zu mehr Sicherheit zu stemmen ist, hat die Stadt hochgerechnet: Neben den zehn aktuellen sollen neun weitere Flächen und Objekte per Rasterbohrung unter die Lupe genommen werden. „Dann ist das Geld aufgebraucht“, so Holm.

Vizebürgermeisterin Kerstin Faßmann kritisiert nicht, dass man mit dem Geld nicht weit genug vorankäme. Oranienburg halten die Blindgänger wohl noch Jahre in Atem. Sie ärgert vor allem, „dass es keine Landesregelung für die Bombensuche gibt. Wir wünschen uns, dass geregelt ist, wer sich wie beteiligen muss, ob Eigentümer, Stadt, Kreis, Bund oder Forst“. Wie die Landesmittel verteilt werden bei der Absuche von Grundstücken in den verschiedenen Gefährdungsklassen. „Das kann man doch nicht der Arbeitsebene überlassen“, äußert sie ihr Unverständnis.

Deshalb erarbeitet die Stadt jetzt ein Konzept für ihr eigenes weiteres Vorgehen. Kerstin Faßmann geht davon aus, dass die Stadtverordneten im Juni darüber abstimmen. Es ginge dabei darum, „dass die Stadt als Grundstückseigentümer aktiv wird“ und sich vornimmt, in den kommenden Jahren ihre Grundstücke, die in den höchsten Gefährdungsklassen neun und zehn nach dem Spyragutachten liegen, abzusuchen. 2,5 Millionen Euro sind dafür erstmals im Haushalt 2011 vorgesehen.

Wie viele Jahre die Suche in Anspruch nehmen wird? „Weniger als zehn“, setzt Kerstin Faßmann als Ziel. Schließlich konzentriere sich die Stadt bei der Suche seit Jahren auf Kitas, Schulen und andere Zentren. Um noch schneller voranzukommen wünsche sie sich zudem ein „Munitionssuchteam“. Es könne das Wissen von Ordnungsamt, Sprengmeistern und Ingenieuren bündeln und ein schnelleres Agieren ermöglichen. Doch auch hier mahlten die Mühlen der Bürokratie beim Land gemächlich.

Aktuell beschäftigen die Stadt zwei Verdachtspunkte in der Rhein- und Ruhrstraße. Ob und welche Gefahr dort lauert, das wissen die Sprengmeister am Montag. Abhängig vom Zustand der Zünder entscheiden sie, ob entschärft oder gesprengt wird. Ein Sperrkreis wird dann am 5. Mai wieder zum Alltag der Menschen gehören. (Von Heike Bergt)

Munitionssuche 2011 - Aktuelle und geplante Räumstellen

Derzeitige Suchbereiche:
- Gehweg Stralsunder Straße,
- Rungestraße 19 bis 21 (OVG)
- Straßenbau Bernauer,
- Moselstraße,
- Lindenstraße,
- Restflächen Autohäuser Saarlandstraße,
- Innovationsforum Lehnitzstraße,
- Rhein- und Ruhrstraße,
- „Rosengarten“ (am LHG),
- Schulflächen Mainzer Straße,

Mit dem KMBD abgestimmte Projekte, die 2011 begonnen werden sollen:
- drei städtische Grundstücke an der Fischerstraße,
- Prenzlauer Straße vor Beginn des Straßenbaus,
- Robert-Koch-Straße zwischen Berliner Straße und Saarlandstraße.
Partiell gibt es keine Munitionsfreigabe.

Die Areale befinden sich in den Gefahrenklassen 8 bis 10.
- Picanstraße zwischen Bahnbrücke und Lehnitzstraße
- „Cluster Lehnitz“ mit 24 Grundstücken,
- „Cluster Mannheimer Straße“ mit Anliegern,
- OSZ-Gelände, Picanstraße,
- Kösener Straße, Schulbau,
- Ex-GST-Hafen.

 

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