140 Jahr SPD

Veröffentlicht am 07.08.2009 in Allgemein
SPD

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 07.08.2009:

140 Jahre SPD: Zu Besuch beim Ortsverein in Oranienburg

ORANIENBURG - Es ist ein schöner Vergleich, den Dieter Kohllöffel wählt, als er die Welt in Gut und Böse teilt. Die Welt, sagt der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, sei wie ein Garten voller Apfelbäume. Jeder solle sich einfach einen Apfel pflücken, sagten die, die er „die Liberalen“ nennt. Man könne es aber auch anders machen. Man könne den kleinen Leuten zum Beispiel eine Leiter hinstellen. So wie die Sozialdemokraten.

Kohllöffel sagt dies an einem lauen Sommerabend im Garten von Stefan Westphal. Hier haben sich die Vorstandsmitglieder des SPD-Ortsvereins getroffen um über Dinge wie ihr Sommerfest oder die Plakatierung zum Wahlkampf zu reden. Auf dem Tisch stehen Bier, Saft und Wasser, im Wind wehen ein paar rote Fähnchen. Dann reden sie über Willy Brandt, Helmut Schmidt und die Wurzeln ihrer Partei.

Vor 140 Jahren wurde in Eisenach die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands gegründet, dem Vorläufer der heutigen SPD. Klassenkampf, die Aufhebung des Lohnsystems oder das allgemeine Wahlrecht standen damals auf der Agenda. „Ziemlich fortschrittlich“, sagt Liselotte Ristau dazu. Die Oranienburgerin trat der SPD 1989 bei. 40 Jahre DDR, sagt sie, das habe gereicht. Und Willy Brandt, der habe sie beeindruckt. So wie die meisten der Oranienburger Genossen. Er und Helmut Schmidt haben viele hier am Tisch erst zur SPD gebracht. Kohllöffel sagt, bei Schmidt brauchte man nur den Fernseher anzumachen, und schon hatte man das Gefühl, regiert zu werden. „Das war einfach der Kanzler.“

Und Brandt? Was ist geblieben vom „Mehr Demokratie wagen“ des Ex-Kanzlers? Landtagskandidat Tino Kunert glaubt, Deutschland habe eine andere Kultur als beispielsweise die Schweiz. Ein einfaches „Ja“ zu mehr direkter Demokratie sehe er deshalb kritisch. Und dass die Linke vor Ort sich auf alle möglichen Bürgerinitiativen draufsetze, das gefalle ihm überhaupt nicht.

Überhaupt die Linke. Deren Parteichef Oskar Lafontaine gilt den Oranienburger Sozies als Verräter. Dass er der SPD damals den Rücken kehrte und zur Linken rückte, verzeihen sie ihm hier nicht. Obwohl auch sie nicht immer mit dem Kurs der Bundespartei einverstanden sind.

Barbara Apostel sagt, sie habe immer noch Bauchschmerzen mit Hartz IV. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke gesteht, er habe 2003 sogar hin schmeißen wollen. Die Partei, da sind sie sich hier einig, habe eben nicht immer Recht. Am Schluss haben sie dennoch eine Platte mit alten Arbeiterkampflieder aufgelegt und andächtig der „Internationalen“ gelauscht. (Von Sebastian Meyer)

 

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