Alltag eines Wahlkampfes: Vom Schreibtisch rein in den Tag!

Veröffentlicht am 04.05.2017 in Kommunalpolitik


Viele Menschen haben gar kein genaues Bild davon, wie der Alltag eines Politikers aussieht. Ich will Sie mal an meinem Alltag als Bürgermeisterkandidatin teilhaben lassen und davon berichten, wie es hinter den Kulissen aussieht. Kleine Vorwarnung: Es ist meist weniger spektakulär, als man sich vorstellt.

Es ist 6:25 Uhr an einem Sonntag. Meine Familie liegt noch in den Betten, während ich schon seit einer Stunde auf den Beinen bin. Der frühe Morgen – das ist meine Zeit. Der Geist ist wach und der Alltag hat noch nicht begonnen. Meist werfe ich den Computer bei einer Tasse Tee an und checke die Termine der kommenden Tage: Es stehen Spielplatzsprechstunden an, Einzelgespräche mit Persönlichkeiten im Stadtleben und der Besuch diverser Veranstaltungen. Die Logistik rund um meine Kinder habe ich bereits vergangene Woche geklärt – also habe ich da schon mal die Hände frei. Die Spielplatzsprechstunden sollten aber möglichst in der Presse angekündigt werden, also schreibe ich eine E-Mail an die MAZ und den OGA. Hoffentlich setzen sie es rein, ist mein Gedanke.

Nun heißt es, einige liegengebliebene E-Mails abarbeiten. Hier bin ich manchmal zugegebenermaßen etwas nachlässig, weil ich viel unterwegs bin. Aber auch das wird erledigt. 
In den kommenden Wochen muss ich einige Werbeartikel produzieren lassen. Von der Auftragserteilung bis hin zur Fertigstellung kann es schon mal 2 Wochen dauern – also heißt es: Druckdateien versenden und Artikel bestellen.

Nun – nach gut einer Stunde heißt es aber, Pause machen. Die Schreibtischarbeit ist etwas dröge, aber es muss sein.

Zum Glück geht es tagsüber raus zu den Menschen. Ab 10 Uhr habe ich einen Infostand in der Innenstadt. Der musste übrigens im Vorfeld beim Ordnungsamt angemeldet werden. Das Amt erteilt einem dann eine Genehmigung mit genauem Standort, Uhrzeit und Standgröße. Für mich heißt das – ab 9 Uhr muss ich mich bereit machen, zum SPD Bürgerbüro fahren, Werbematerial und unseren Stehtisch holen. Dort werde ich dann gemeinsam mit meinen Helfern den Vormittag verbringen und hoffentlich mit vielen Menschen ins Gespräch kommen.

Ehe wir dann wieder abgebaut haben und fertig sind, ist es Nachmittag. Zeit für die Familie! Und die nehme ich mir ganz bewusst und intensiv – denn am nächsten Morgen heißt es wieder für mich: Vor allen anderen aufstehen, etwas Schreibtischarbeit und dann rein in den Tag.

 

Ihre Jennifer Collin
www.jennifercollin.de

 

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