BOMBEN / Oranienburg kann zu einem europäischen Testfall werden

Veröffentlicht am 17.12.2010 in Allgemein

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen vom 17.12.2010

BOMBEN: Testfall Oranienburg
Landrat und Bürgermeister sprachen mit EU-Vertretern über Erforschung neuer Ortungsmethoden

ORANIENBURG - Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen in Antwerpen, Stettin, Warschau oder Oranienburg. Landrat Karl-Heinz Schröter und Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke warben deshalb am Mittwoch in Brüssel vor EU-Vertretern für die Erforschung von alternativen Bombenortungsmethoden. Die Zeit reiche nicht aus, um Oranienburg mit konventionellen Methoden abzusuchen, sagte Schröter: „Oranienburg kann zu einem europäischen Testfall werden, wie Altlasten sich effizienter, sicherer und fast flächendeckend aufspüren lassen.“

Schröter bezeichnete das Gespräch in Brüssel als „sehr fruchtbar“. Beide EU-Vertreter seien für das gut einstündige Gespräch „in exzellenter Weise“ vorbereitet gewesen. Wann und wie ein europäisches Forschungsvorhaben seine Arbeit aufnehmen kann, ist derzeit offen. Zwei Möglichkeiten, die Suche nach alternativen Ortungsmethoden anzuschieben, sind aus Sicht Schröters möglich: auf nationaler Ebene, initiiert vom Innenministerium, oder auf internationaler Ebene, eingebunden in das europäische Forschungsrahmenprogramm.

Auch Laesicke äußerte sich nach dem Gespräch in Brüssel zufrieden. „Wir wollten deutlich machen, dass wir ein gesamteuropäisches Problem haben“, sagte Laesicke. „Denn niemand wird in Brüssel eine Lex Oranienburg verabschieden.“ Bereits im Februar soll es ein weiteres Gespräch geben. Bis dahin soll die Suche nach potenziellen Partnern für das Forschungsprojekt vorangetrieben werden.

Experten hatten ausgerechnet, dass eine konventionelle Bombensuche in Oranienburg etwa 100 Jahre dauern würde. Die beiden SPD-Politiker hoffen, die Munitionssuche mit alternativen Methoden – etwa mit Bodenradar – schon in 20 Jahren abschließen zu können.

Bereits am Dienstag hatte es ein Gespräch im brandenburgischen Innenministerium zu der Bombenproblematik in Oranienburg gegeben. Mit dabei auch Vertreter der Deutschen Bahn. Auch die Bahn, die in den kommenden Jahren Strecken ausbauen will, sei auf alternative Ortungsmethoden angewiesen, sagte Laesicke. Weil unter den Gleisen viele Kabel und Schalteinrichtungen lägen, könnte dort nicht mit den bisherigen Methoden nach Bomben gesucht werden. „Der Metallanteil im Boden ist einfach zu hoch.“ (Von Frauke Herweg)

 

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