Bombensuche

Veröffentlicht am 07.05.2010 in Kommunalpolitik

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 06.05.2010:

Gefahr aus dem Untergrund Bombensuche Kreis stellt 10,9 Millionen Euro bereit / Scharfe Kritik an Speer

Nirgendwo in Deutschland ist die Gefahr durch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg höher als in Oranienburg. Gestern Abend beschlossen die Kreistagsabgeordneten 10,9 Millionen Euro zurückzustellen, um die kreiseigenen Grundstücke in Oranienburg auf Munition absuchen zu lassen.

Von Frauke Herweg

ORANIENBURG Noch ist das Gutachten der TU Cottbus Verschlusssache. Wenige Details wurden jedoch gestern Abend im Kreistag bekannt. Laut Gutachten, so der SPD-Kreistagsabgeordnete Lutz Michael Tornow, hat Oranienburg in Deutschland „das größte Gefährdungspotenzial“ durch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Pro Kopf der Bevölkerung soll die Stadt die meisten explosiven Altlasten haben. In den kommenden drei Jahren sollen die kreiseigenen Flächen in der Stadt Oranienburg deshalb auf Munition abgesucht werden. Dafür, das beschlossen die Kreistagsabgeordneten gestern, stellt Oberhavel 10, 9 Millionen Euro zurück. Die Mittel sind nicht ausgegebene Gelder aus dem Jahr 2009.

Nach der Sommerpause wollen die Verwaltungsmitarbeiter eine Prioritätenliste vorlegen, nach der Munitionsdienste die insgesamt rund 142 000 Quadratmeter absuchen, kündigte Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD) an. Für diese Liste soll das 2008 vom brandenburgischen Kampfmittelbeseitigungsdienst in Auftrag gegebene Gutachten eine Art „Matrix“ darstellen.

Ungewöhnlich harsch kritisierten die Abgeordneten gestern die Landesregierung. Noch im Dezember hatte es Signale gegeben, den Etat für die Kampfmittelberäumung zu erhöhen. Dem erteilte Innenminister Rainer Speer (SPD) in der vergangenen Woche jedoch eine Absage. Er sei nach diesem Nein immer noch „in Schockstarre“, sagte Schröter. Speer, der das Gutachten kenne, „schlage sich vornehm in die Büsche“ und lasse die Stadt und den Kreis mit der Bombensuche allein.

Rund 350 Blindgänger werden noch im Oranienburger Stadtgebiet vermutet. „Die kleinste Erschütterung oder vielleicht einfach nur die Zeit“ bestimmten, wann diese Bomben hochgehen, sagte Tornow. Obwohl das Land zwischen 1996 und 2006 bereits 45 Millionen Euro für die Kampfmittelbeseitigung ausgab, sind erst 5,2 Quadratkilometer des Stadtgebietes geräumt – 16 Prozent der als Verdachtsgebiet eingestuften Fläche. Seit 1990 wurden 119 Blindgänger im Stadtgebiet entschärft oder gesprengt.

 

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