Bürgermeisterkandidatin Jennifer Collin und die Ortsteile

Veröffentlicht am 25.07.2017 in Allgemein

Oranienburg hat 8 Ortsteile:

Lehnitz, Germendorf, Friedrichsthal, Malz, Sachsenhausen, Schmachtenhagen, Zehlendorf und Wensickendorf.

Als kleines Mädchen verbrachte ich viel Zeit in Sachsenhausen an der schnellen Havel. Ich war mir damals gar nicht bewusst, dass Sachsenhausen einst einmal nicht zu Oranienburg gehörte und ein separater Stadtteil mit eigenem Ortsbeirat ist. Im Jahre 2003 kamen mit der Gemeindegebietsreform die anderen Ortsteile hinzu. Seither sind wir formell eine Stadt – aber zusammenwachsen müssen wir noch ein ganzes Stück. Das spüre ich immer wieder. Ein Schlüsselerlebnis dazu hatte ich beim Orangefest, als ich die Besucher meines Infostandes fragte, woher sie denn kämen. Viele Germendorfer, Schmachtenhagener oder Lehnitzer vereinten oft die Frage, ob sie aus Oranienburg kämen und nannten ihren Ortsteil. Das hat mich zugegebenermaßen etwas bestürzt – denn immerhin sind wir eine Stadt und gehören zusammen.

Jeder Ortsteil ist im Laufe der Jahrhunderte gewachsen und hat seine individuellen Bedürfnisse. Sie dürfen nicht vergessen werden. Seit der Gemeindereform fühlen sich viele Ortsteile abgehängt. Das muss sich ändern. Ich möchte daher die Ortsteile stärken und ihnen Möglichkeiten zur eigenen Entwicklung geben.

Damit wir uns als eine Stadt verstehen – mit all ihren Ortsteilen plane ich

  1. zusammen mit der Bürgerschaft unser Stadtleitbild überarbeiten. Die Ortsteile sollen darin einen großen Platz einnehmen, denn sie sind Teil unserer Gemeinschaft.
  2. Das „Integrierte Stadtenwicklungskonzept“, kurz INSEK muss zugunsten der Ortsteile überarbeitet werden. Es beinhaltet die Entwicklungsstrategie und den Zukunftsplan für unsere Stadt. INEK ist zudem die Grundlage für viele Fördermittel, die die Stadt einwirbt. Aber ich sage auch: Das alte Credo „Innenbereich vor außen“ ist nicht mehr zeitgemäß. Die Ortsteile und die Kernstadt müssen sich stärker miteinander verflechten – gerade auch vor dem Hintergrund des Wachstums der Stadt.
  3. „Gemeinschaftliche Begegnungsräume schaffen“ heißt es in meinem Programm. Dahinter verbirgt sich, die Dorfclubs und Gemeindezentren zu erhalten, zu verschönern oder zu verbessern. Die Ortsteile brauchen Treffpunkte, um die Dorfkultur zu fördern. Zudem braucht es in allen Ortsteilen Spielplätze.
  4. Öffentlicher Personennahverkehr: Eine Stadtbuslinie sollte nicht nur in der Kernstadt unterwegs sein. Wenn Stadtbus – dann in ganz Oranienburg. Um Lücken im ÖPNV zu schließen, schlage ich einen Bürgerbus vor. Dieser fährt innerhalb des VBB auf festgelegten Routen und mit einem regelmäßigen Fahrplan.
  5. Angebote der sozialen Infrastruktur sollten zwischen den Ortsteilen und der Kernstadt stärker miteinander verflochten werden. Da wo es möglich ist, sollten weitere Baugrundstsücke ausgewiesen werden.
  6. Das Dorfleben lebt von dem Engagement der Menschen. Das gilt es zu stärken. So stehe ich z.B. dafür, die Feuerwehren in den Ortsteilen stärker bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen und deren Arbeitsmöglichkeiten zu verbessern.
  7. „Grüne Lunge – Blaue Seen“ ist ein weiterer Punkt meines Programms, der ganz besonders die Ortsteile betrifft. Denke ich z.B. an die Bäke und den Grabowsee, müssen wir unbedingt eine weitere Austrocknung der Gewässer verhindern. Auch künftige Generationen sollen die schöne Natur in und um Oranienburg genießen können.

Mit diesem Punkt will ich meinen Beitrag zum Thema „Ortsteile“ abschließen. Sie sehen: Die Ortsteile verstecken sich an vielen Stellen in meinem Programm. Wenn da „Oranienburg“ steht heißt es immer für mich: „Inklusive der Ortsteile“.

P.S. Ich bin übrigens ein großer Freund eines eigenen Ortsteilbudgets. Leider gibt es die Kommunalverfassung nicht her. Es gibt aber anderweitige Möglichkeiten. Ein gutes Beispiel dafür ist Storkow, das eine Art „fiktives Ortsteilbudget“ eingeführt hat.

Ihre Jennifer Collin

Jennifer Collin
www.jennifercollin.de

 

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