Energieversorgung von öffentlichen Gebäuden

Veröffentlicht am 16.04.2011 in Kommunalpolitik

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 16.04.2011:

Oranienburg ohne Atomstrom

SPD-Grüne-Fraktion will Energieversorgung von öffentlichen Gebäuden umstellen

ORANIENBURG Die Sozialdemokraten und Grünen in Oranienburg wollen raus aus der Atomenergie. Ein entsprechender Antrag der gemeinsamen Fraktion soll demnächst in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Fraktionsvorsitzender Dirk Blettermann. Man könne vom Bürger nichts verlangen, woran man sich selbst nicht halte, so der SPD-Politiker.

Wann genau die Umstellung der Stromversorgung vorgenommen werden soll und wie stark der Anteil an regenerative Energiequellen sein wird, bleibt offen. „Es wird nicht von heute auf morgen gehen“, weiß Blettermann. Laufende Verträge würden dies nicht zulassen. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wolle man jedoch alle öffentlichen Einrichtungen atomstromfrei betreiben.

Grünensprecher Jörg Roitsch hatte Anfang des Monats noch bezweifelt, dass es dafür eine tragfähige Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung geben würde. Dirk Blettermann gibt sich hingegen zuversichtlich. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es große Probleme gibt“, sagt er. Immerhin würden auch Konservative, Liberale und Linke eine atomstromfreie Versorgung befürworten.

Die Fraktion von SPD und Grüne will außerdem die Verwaltung damit beauftragen, ein Energiesparkonzept zu erstellen und Möglichkeiten zur Erzeugung regenerativen Stroms innerhalb der Stadt zu prüfen. So könnten Solaranlagen auf Dächern eingeplant werden, wenn öffentliche Gebäude neu eingedeckt oder gebaut werden. „Ich denke dabei zum Beispiel an den geplanten Neubau der Comenius-Grundschule“, sagt Blettermann. ab

 

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