Geschichtspark Oranienburg

Veröffentlicht am 21.04.2009 in Allgemein

Geschichtspark Oranienburg!

Der Vorsitzende des Sachsenhausenkomitees, Pierre Gouffault, hat völlig Recht. Warum gelingt es nicht, eine gute Konzeption, die die Stadt Oranienburg erarbeitet hat und die von allen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung gebilligt worden sind, umzusetzen?

Bis zum heutigen Tag gibt es keine Fraktion, die die Konzeption in Frage stellt. Der Vorwurf, der den Abgeordneten der Stadt Oranienburg gemacht wurde, ist in sofern berechtigt, dass keiner in den vergangenen Jahren den Versuch gemacht hat, um auf Umsetzung der Beschlusslage hinzuweisen. Es ist Müßig darüber zu streiten, wer die „Schuld“ an der Verzögerung trägt.

Fakt ist aber, dass die Stadt in Vorleistung mit der Erstellung einer Konzeption getreten ist. Fakt ist aber auch, dass seit 1945 viel Zeit ins Land gegangen, sich des Klinkerwerks zu erinnern. Nun liegt es auch an dem Land Brandenburg und darüber hinaus allen Verantwortlichen, so schnell wie möglich, die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit zumindest der Grundstein für den Geschichtspark gelegt werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sowohl Ministerpräsident Matthias Platzeck, als auch seine Stellvertreterin, Frau Wanka, ein weiteres Jahr verstreichen lassen wollen, um Fakten für den Oranienburger Geschichtspark zu setzen.

Dem Bürgermeister, Hans-Joachim Laesicke, sei dank, dass er nochmals darauf hingewiesen hat, dass eine Mitfinanzierung durch die Stadt nichts im Wege steht. Die Stadtverordneten sind sich ihrer Verantwortung bewusst.

Wer an der Veranstaltung am Montag teilgenommen hat, hatte jedenfalls ein sehr ungutes Gefühl, auf Wegen und Grünanlagen herumzulaufen, unter denen viele unbekannt gebliebene ihre letzte Ruhe gefunden haben. Von der menschlichen Asche, die Tonnenweise abgekippt wurde, ganz zu schweigen. Mir jedenfalls ist eine Gänsehaut gekommen...

Viele Grüße

Dirk Blettermann
Fraktionsvorsitzender

 

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