Kasernengelände in Lehnitz

Veröffentlicht am 14.03.2015 in Allgemein

Artikel aus dem Oranienburger Generalanzeiger vom 13.03.2015:

 

Wohnungsbau auf Kasernengelände

Oranienburg (MZV) Wachsende Flüchtlingszahlen dürften keine temporäre Erscheinung bleiben, sondern zur Normalität werden. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) fordert deshalb, dass der Landkreis ein komplexes Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen vorlegt.

   

Das ehemalige Kasernengelände in Lehnitz sei dafür ideal. Allerdings will Laesicke dort kein "Flüchtlingsghetto" schaffen, sondern durch weiteren Wohnungsbau auch Einheimischen eine neue Heimat bieten. Gleichzeitig soll dort eine neue soziale Infrastruktur entstehen, weil die Lehnitzer an ihre Grenzen stößt. Laesicke denkt an eine Kita und eine integrative Grundschule. Die relativ neue Turnhalle und das erst kurz vor der Schließung der Märkischen Kaserne 2006 errichtete Küchengebäude ließen sich für die neue Siedlung reaktivieren. "Das könnte ein Pilotprojekt werden, in dem Einheimische und Migranten gemeinsam leben und eine Ausgrenzung von Flüchtlingen vermieden wird", ist Laesicke überzeugt.

Allerdings, so der Bürgermeister, müsse nun rasch gehandelt werden. Angesichts steigender Flüchtlingszahlen sei Eile geboten. Deshalb erwartet er, dass der Landkreis, der wohl ähnliche Überlegungen zum Lehnitzer Kasernengelände hat, sein Konzept endlich vorlegt und nach und nach auch umsetzt.

"Leider habe ich auf einen Brief vom 8. Oktober 2014, in dem ich meine Vorstellungen zur Unterbringung von Flüchtlingen dargelegt habe, bis heute keine Antwort aus der Kreisverwaltung", bedauert Laesicke. "Die Bürgermeister erfahren von uns als erstes, was wir bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu tun gedenken", versichert der amtierende Landrat Egmont Hamelow (CDU).

Die Kaufverhandlungen mit der Bima über weitere Flächen und Gebäude auf der früheren Militärliegenschaft stünden kurz vor dem Abschluss, so Hamelow. Laesicke will sich von den Stadtverordneten notfalls aber selbst grünes Licht geben lassen, um über den Kauf von Gebäuden auf dem Gelände mit der Bima verhandeln zu dürfen.

 

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