Kommt es immer auf die Größe an?

Veröffentlicht am 26.04.2017 in Allgemein

 

Die Größe des Osterfeuers am Weißen Strand in Lehnitz konnte sich auch 2017 sehen lassen. Unzählige Arbeitsstunden wurden in die Heranschaffung und das Aufstapeln des Holzes gesteckt. Auch ich war tatkräftig dabei. Am Vormittag des Ostersamstags wurde das Holz im strömenden Regen aufgeschichtet. Am Ende des Tages freuten sich die gut 500 Besucher über das Wärme spendende Feuer. Ein kleiner Seitenhieb sei mir an dieser Stelle erlaubt. In anderen Ortsteilen gibt es „nur“ noch eine Feuerschale als Osterfeuer. Dort ist es erheblich schwerer einen Platz zum Wärmen zu ergattern. Es kommt manchmal also durchaus auf die Größe an.

Doch nun zu einem anderen „größeren Thema“. Lehnitz ist mit aktuell gut 3500 Einwohnern bereits der größte Ortsteil von Oranienburg. Und der Zuzug hält an. Aber wollen wir das? Wollen wir weiter wachsen? Warum sind die meisten von uns hierher gezogen? Können wir den Zuzug in geordnete Bahnen lenken? Schaffen wir es, Natur und Mensch in Einklang zu halten? Sind unsere Schulen, unser Kindergärten und unsere örtliche Infrastruktur ausreichend? Dies sind nur einige, mir spontan einfallende Fragen. Was sagen Sie als Leser? Die aufgeworfenen Fragen gelten bei weitem nicht nur für „meinen“ Ortsteil, sondern für viele Bereiche unserer Stadt.

In Lehnitz gibt es aktuell einen großen genehmigten Bebauungsplan rund um das ehemalige jüdische Kinderheim. Dort entstehen bis zu 70 Wohneinheiten. Viele andere Baulücken verschwinden. Einige Erholungsgrundstücke verlieren ihren Charakter und werden zu Wohngrundstücken. Andere größere Grundstücke werden geteilt und bebaut. 

Lehnitz wächst weiter und verändert sich

Eine entscheidende Rolle für die Entwicklung von Lehnitz spielt Lehnitz Ost. Hier entstehen ganz aktuell 70 Wohneinheiten. Die Holding des Landkreises Oberhavel tritt in die Phase der Vermarktung ein. Weitere ca. 70 Wohnungen werden folgen. Die Torhorst-Gesamtschule wird im September an diesem Standort ihren Betrieb aufnehmen. Die Außenanlagen werden mit erheblichen Mitteln aufgewertet. Dazu gehören z.B. die Sporthalle, der Sportplatz, der Spielplatz aber auch die Bereiche um die Wohnungen. Viele Geflüchtete werden in diesem Jahr auf andere Unterkünfte im Landkreis verteilt. In Lehnitz verbleiben die ca. 230 Menschen in den beiden Gemeinschaftsunterkünften, welche sich direkt am Mühlenbecker Weg befinden. Das Gebiet erfährt damit konsequent eine Veränderung. Hin zu einem Wohngebiet für alle.

Mit den oben genannten Entwicklungen kann dieses Gelände aus meiner Sicht langfristig zu einem schönen und lebenswerten Teil von Lehnitz gestaltet werden. Das erfordert von allen Seiten Disziplin, Geld, Kontrolle und den Willen, dieses auch schaffen zu wollen.

Kitas und Schulen müssen mitwachsen

Unsere Grundschule und unser Kindergarten werden zu klein. Auch hier brauchen wir bald mehr „Größe“. Das haben die Mitglieder des Ortsbeirates bereits vor drei Jahren erkannt. Als Ortsvorsteher habe ich schon 2014 auf den erheblich gestiegenen Bedarf hingewiesen. Mittlerweile gibt es konkrete Machbarkeitsstudien. Trotzdem möchte ich jetzt genau schauen. Was brauchen wir wirklich für unseren Ortsteil? Ist es eine dreizügige Schule, wie es die Linken in den Bericht zur sozialen Infrastruktur als Prüfauftrag reinformulierten? Ich denke, nein. Zweizügigkeit garantiert allen Lehnitzern einen Platz an unserer Friedrich-Wolf-Grundschule. Und das auch auf absehbare Zeit. Wenn vielleicht in einigen Jahren eine Geburtenspitze auftritt, weil die „große Liebe“ in einem langen kalten Winter ausgebrochen ist, ist durch Schaffung einer optionalen 2,5-Zügigkeit vorgebeugt worden. Diese Entwicklung zu solch enormen Kinderzahlen sehe ich aber eher nicht. Obwohl mit meinen vier Kindern, ist unsere Familie ein sehr gutes Beispiel, wie schnell Kinderzahlen steigen können. 

Mein Fazit: Gewisse Entwicklungen können nicht gestoppt werden. Gesteuert werden schon. Größe ist kein Garant für eine gute Gemeinschaft. Alles hängt mit allem zusammen. In Lehnitz haben wir wunderschöne Natur und viele engagierte Einwohner. Überlegen wir zusammen, wie wir das Gleichgewicht erhalten können.

Groß - ein bisschen größer.

Grün - bleibt grün.

Sozial, solidarisch, verantwortungsvoll. 

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein großartiges 2017!

Ihr Matthias Hennig

 

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