Oranienburg steht für Toleranz

Veröffentlicht am 24.02.2015 in Allgemein

Gemeinsamer Antrag für Toleranz

 

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss gestern mit breiter Mehrheit den gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Linke, Grünen und Freien Wählern:

 

Oranienburg bekennt sich zu Toleranz und Weltoffenheit. Wir heißen Flüchtlinge sowie Asylsuchende in unserer Stadt willkommen und rufen alle Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt dazu auf, den hier schutzsuchende Menschen freundlich, offen und unterstützend zu begegnen.

 

Sachverhalt:

 

„Toleranz“ ist nicht nur eine Tugend, unter der die Stadt Oranienburg einst entstanden ist. Sie steht noch heute im Mittelpunkt ihres Leitbildes und erfordert unser aller Mitwirken. In einer Kooperationsvereinbarung, die der Bürgermeister im Jahr 2008 mit dem Koordinator des Handlungskonzeptes „Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung unterzeichnet hat, heißt es:
 „Als Teil des demokratischen Gemeinwesens im Land Brandenburg bekennt sich die Stadt Oranienburg ausdrücklich zur Toleranz, Weltoffenheit und Demokratie sowie gegen Rechtsextremismus und fremdenfeindliche Gewalt.“         

In den vergangenen Monaten haben zunehmend Menschen aus Krisen- und Kriegsregionen Zuflucht in Deutschland gesucht. Im Zuge dessen haben bisher 193 Flüchtlinge und Asylbewerber/innen aus 15 Nationen die Gemeinschaftsunterkunft in ehemaligen „Märkischen Kaserne“ im Ortsteil Lehnitz bezogen.

Weitere Flüchtlinge könnten dezentral untergebracht werden. Jetzt geht es darum, diesen Menschen, die bei uns Zuflucht gesucht und gefunden haben, den Start ins neue Leben zu erleichtern und ihnen deutlich zu machen, dass sie bei uns willkommen sind.

 

Verschiedene Gruppierungen, die bis jetzt aus dem Anonymen heraus agieren, hatten jedoch dazu aufgerufen, in Oranienburg gegen die Aufnahme von Asylbewerbern zu demonstrieren. Mit so genannten Abendspaziergängen versuchten sie, die Pegida-Bewegung auch in Oranienburg zu aktivieren.

Der Organisator nutzte Pressemeldungen zufolge für diesen die technische Ausstattung der NPD und auf der Abschlusskundgebung sprach die NPD-Vorsitzende aus dem Landkreis Barnim als „besorgte Bürgerin“.

 

Solche Aktionen schüren diffuse Ängste und richten sich direkt gegen die Unterbringung von Menschen in Not in der Stadt Oranienburg.

In Oranienburg bemühen sich viele engagierte Menschen insbesondere in Kirchen, Vereinen, demokratischen Parteien und Bürgerinitiativen für ein menschliches und offenes Miteinander von Einheimischen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Sie leisten Hilfestellung bei der Integration und unterstützen die Hilfesuchenden, damit sie sich leichter bei uns zu Recht finden können.

 

Die Stadtverordnetenversammlung bekräftigt mit diesem Beschluss ausdrücklich das Bekenntnis zu Toleranz – für ein menschliches, weltoffenes, solidarisches und friedliches Miteinander aller Einwohner der Stadt Oranienburg, unabhängig von ihrer Nationalität, ihrer Religion, ihrem Geschlecht und sozialen Herkunft.

Wir rufen alle Oranienburgerinnen und Oranienburger dazu auf, Hetzparolen nicht zu folgen und sich ihre Menschlichkeit zu bewahren.

Setzen Sie sich mit der Situation von Flüchtlingen auseinander, helfen Sie ihnen und heißen Sie sie willkommen in unserer Stadt.

Gehen Sie den Rattenfängern nicht auf den Leim!

Vorurteile, Hass und die Unterdrückung Benachteiligter haben der gesellschaftlichen Entwicklung stets geschadet. Wer Hass sät, wird Gewalt ernten!

Das landesweite Beratungsnetzwerk „Tolerantes Brandenburg“ freut sich über jede Unterstützung bei ihrem Bemühen um ein freiheitliches, gleichberechtigtes, achtungsvolles und demokratisches Miteinander in unserer Gesellschaft. Wir wollen gemeinsam alles dafür tun, dass sich auch künftig sowohl Einheimische als auch Zugezogene, woher sie auch immer kommen mögen, in Oranienburg willkommen und zuhause fühlen.

 

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