Stasi-Überprüfung

Veröffentlicht am 05.02.2010 in Kommunalpolitik

Artikel aus dem Oranienburger Generalanzeiger vom 04.02.2010:

Eine Frage politischer Hygiene

Stasi-Überprüfung für Stadtpolitiker

ORANIENBURG Oranienburgs 36 Stadtverordnete und die drei Wahlbeamten sollen auf hauptamtliche und inoffizielle Mitarbeit für die Staatssicherheit (Stasi) der DDR überprüft werden. Ein entsprechender Antrag der SPD/Grüne-Fraktion scheint auf breite Zustimmung zu stoßen.

Von Friedhelm Brennecke

„Wir hoffen nicht, dass ehemalige Stasi-Mitarbeiter unter uns im Stadtparlament sitzen. Mit einer Uberprüfung aller Stadtverordneten, des Bürgermeisters und der beiden Beigeordneten wollen wir aber Klarheit schaffen“, so Dirk Blettermann, Vorsitzender der SPD/Grüne-Fraktion. Inzwischen habe die CDU/FDP-Fraktion angekündigt, dass sie den Antrag unterstützen wolle. Auch die Fraktion Die Linke habe Zustimmung signalisiert.

Auslöser für die Fraktion seien vor allem die aktuellen Fälle in der Stadtverordnetenversammlung von Brandenburg/Havel gewesen. Dort mussten zwei SPD-Verordnete nicht ganz freiwillig ihre frühere Mitarbeit für die Stasi einräumen. Inzwischen haben sie ihre Mandate niedergelegt. Auch die aktuellen Fälle, die im Landtag für Aufsehen gesorgt haben, hätten die SPD/Grüne-Fraktion bewogen, dieses Kapitel doch noch einmal aufzurufen.

Es wäre unerträglich, sollten sich IMs im Stadtparlament befinden, meinen Blettermanns Stellvertreter Barbara Apostel und Heiner Klemp. Deshalb wollte man ein Zeichen für politische Hygiene und Glaubwürdigkeit setzen. Allerdings müsse es 20 Jahre nach der Wende mit dem Thema Stasi dann auch mal genug sein, glaubt Barbara Apostel.

Derzeit sind solche Uberprüfungen nur bis 2014 möglich, weil dann das Stasi-Unterlagengesetz ausläuft, wenn es nicht verlängert werde, betont Heiner K1emp. Trotz verschiedener Uberprüfungen in der Vergangenheit sei nicht auszuschließen,
dass neue Erkenntnisse der Birthler-Behörde auch neue Ergebnisse ergeben könnten.

Laut Antrag der SPD/Grüne-Fraktion soll ein Bewertungsausschuss, dem Vertreter aller Fraktionen angehören, gebildet werden. Er wertet die Unterlagen aus, soll mögliche Betroffene anhören und gibt Empfehlungen an die Stadtverordnetenversammlung. Nach Ablauf des gesamten Verfahrens soll dann die Offentlichkeit über das Ergebnis der Uberprüfungen unterrichtet werden. „Dass Offentlichkeit hergestellt wird, ist besonders wichtig“, sagt Klemp. Denn nur so könnten sich auch die Wähler ein Urteil bilden.

Der Hauptausschuss wird sich am kommenden Montag mit der Thematik befassen.

 

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