WIRTSCHAFT: Sonnenstrom aus Oranienburg

Veröffentlicht am 30.06.2011 in Umwelt

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen vom 30.06.2011

Solarpark entsteht an der neuen B 96 / Inbetriebnahme Ende August

ORANIENBURG - Tag für Tag werden es mehr: Insgesamt 33 154 Solarmodule, jedes 1,6 Quadratmeter groß, wird die Photovoltaikanlage an der neuen B 96 in Oranienburg in einigen Wochen haben. „Ende August wollen wir die Anlage in Betrieb nehmen“, erklärt Projektmanager Dirk Mahlendorff von der IFE Eriksen AG aus Oldenburg.

Der 15 Hektar große Solarpark könne nach Inbetriebnahme jährlich 3500 Haushalte versorgen. Da die Einspeisevergütung für Solarstrom schrittweise abgesenkt wird, war bei dem Projekt Eile geboten. Mahlendorff hat bereits ähnliche Projekte in Italien, Norddeutschland und Bayern betreut. In Bezug auf die Sonnenstunden seien die Bedingungen in Oranienburg natürlich nicht so toll wie in Italien, aber über den Zeitraum von 20 Jahren rechne sich das Projekt. Die Solarmodule kommen aus den USA und China, die verzinkten Stahlträger aus Deutschland.

Mit den Stadtwerken Oranienburg hat die IFE Eriksen AG eine Vereinbarung über die Einspeisung des Solarstroms getroffen. Die Übergabestation befindet sich am Rewe-Großlager. Für die Verbindung muss die durch das Gewerbegebiet Süd (ehemaliger Flugplatz) führende B 96 unterquert werden.

Auf dem Gelände des Solarparks werden drei Wechselrichter in Containern den produzierten Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Einer der Vorteile von Sonnenstrom auch gegenüber Windkraft sei, dass er dann zur Verfügung stehe, wenn am meisten Strom verbraucht werde, nämlich am Tage, so der Projektmanager.

Auf zwei Hektar unmittelbar neben dem Solarpark nehmen die Investoren Ausgleichsmaßnahmen vor, werden Biotope angelegt. Für die Unterhaltung der mit 25 Grad Neigung aufgestellten Module sei der Aufwand nicht sehr groß, so Mahlendorff. Wichtig ist, dass die Vegetation nicht über die Kollektoren wächst. Die Mahd solle aber auf natürliche Weise vorgenommen werden, durch eine Schafherde, informierte der Projektleiter. (Von Heiko Hohenhaus)

 

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