Zukunftsdialog: Bezahlbares Wohnen in der Sozialen Stadt

Veröffentlicht am 16.05.2013 in Allgemein

Artikel aus der Märischen Allgemeinen Zeitung vom 16.05.2013:

Bezahlbar und barrierefrei

Expertenrunde diskutierte steigende Mieten und sozialen Wohnungsbau in Oberhavel

ORANIENBURG -„Mietfrei wohnen ist auch bei uns möglich, aber hinter den sieben Bergen, wo es weder Arzt noch Kita gibt“, beschrieb eine gehbehinderte Diskussionsteilnehmerin den Mangel an sozialen und barrierefreien Wohnungen in Oberhavel. Sie war der Einladung der SPD zu einer Expertenrunde am Dienstagabend ins Bürgerzentrum gefolgt. Dass das Thema „Bezahlbares Wohnen“ den Wahlkampf überdauert, hoffte ein anderer. Redebedarf jedenfalls hatten Mieter, Vermieter und Abgeordnete gleichermaßen.

„In Glienicke oder im Mühlenbecker Land kommt man selbst mit einem Makler nicht weiter, daneben hat der Norden des Landkreises mit Leerstand zu kämpfen“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Krüger-Leißner zur ungleichen Situation im Kreis.

Mit teils zu hohen Mieten kämpfen schon jetzt Geringverdiener, Arbeitslose, beeinträchtigte Menschen, die zusätzliche Hilfe etwa von Pflegekräften brauchen, Senioren mit niedriger Rente und Alleinerziehende. Betroffene Mieter beklagten, dass bezahlbare Wohnungen in Oranienburg und Hennigsdorf kaum zu finden seien.

Bernd Jarczewski, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Oranienburg (Woba), zeigte sich bemüht: „Wir bauen am Bötzower Platz vier Wohnungen im Erdgeschoss barrierefrei um, für je 100 000 Euro. Die werden wir für sechs Euro pro Quadratmeter vermieten. Selbst da schießen wir zu. Und für einen Behinderten ist das trotzdem noch viel Geld.“Finanziell gleiche das die Woba über hochwertigen Wohnraum aus.

„Barrierefreiheit ist das Gebot der Zukunft, auch wegen des demografischen Wandels“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold. Er hat das Wohn-Konzept seiner Partei erarbeitet, mit dem die SPD in den Bundestagswahlkampf zieht. Kernpunkte: Mietsteigerungen gesetzlich beschränken, sozialen Wohnungsbau fördern und kommunale Wohnungsunternehmen stärken. Handlungsbedarf sieht Pronold, weil die Zahl der Haushalte, die mindestens 40 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufbringen müssen, sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt habe.

Rainer Radloff, Vorsitzender des Mieterbundes Brandenburg, findet die SPD-Vorschläge gut und praktikabel. Er plädierte zudem für „kompetente, wohnungspolitische Sprecher der Fraktionen“ in den Städten und forderte eine „Preisbindung für preiswerte Wohnungen“ vom Land.

Angelika Krüger-Leißner prangerte an, dass trotz der Erfolge wie in Gransee und Velten das Programm für soziale Städte sowie Zuschüsse für altersgerechte Umbauten von der Bundesregierung gestrichen worden seien. Woba-Chef Bernd Jarczewski bestätigte: „Ohne staatliche Programme sind Sozialwohnungen nicht machbar. Wir brauchen günstige Kredite und Zuschüsse.“ (Von Michaela Grimm)

 

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