Barrierefreiheit des städtischen Internetportals

Veröffentlicht am 02.02.2016 in Ratsfraktion

Antrag der SPD Fraktion

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt bis zum Jahresende 2016 zu prüfen, welche Seiten und Dokumente des städtischen Internetportales www.oranienburg.de hauptsächlich genutzt werden. Gemeinsam mit dem Behindertenbeauftragten und dem Behindertenbeirat sollen bis März 2016 Vorschläge erarbeitet werden, wie die Nutzbarkeit der Seiten für Menschen mit Behinderung verbessert werden kann. Auch sind die Kosten für eine mögliche Übersetzung von Seiten in leichte Sprache zu prüfen. Insgesamt ist künftig darauf zu achten, dass so verständlich formuliert wird, dass möglichst viele Menschen die Inhalte der Website verstehen.

Gleichzeitig sollen künftig möglichst geschlechtergrechte Formulierungen in Online- und Printmedien der Stadt Oranienburg Berücksichtigung finden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Lesbarkeit erhalten bleibt.

Begründung:

Deutschland hat als einer der ersten Staaten die UN-Behindertenrechtskonvention sowie das Zusatzprotokoll am 30. März 2007 unterzeichnet und am 24. Februar 2009 ratifiziert. Damit wurden wichtige Weichen für eine inklusive Gesellschaft gestellt. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben zu ermöglichen, Chancengleichheit in der Bildung und in der Arbeitswelt herzustellen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit auf einen selbstbestimmten Platz in einer barrierefreien Gesellschaft zu geben.

Mehr als vierzehn Prozent der Erwerbsfähigen in Deutschland, etwa 7,5 Millionen der Erwachsenen, können keine zusammenhängenden kurzen Texte lesen oder verfassen. Dies ist das Ergebnis der "Leo.Level one"-Studie von Professor Anke Grotlüschen von der Universität Hamburg. Von Analphabetismus im engeren Sinne betroffen sind etwa vier Prozent der Bevölkerung – sie können lediglich einzelne Wörter lesen bzw. schreiben.

Wir als Stadt Oranienburg haben uns der Aufgabe gestellt, eine barrierefreie Stadt zu sein. Barrierefrei sein bedeutet nicht nur, sichtbare Barrieren zu entfernen. Ein barrierefreier Zugang kann und muss auch als Zugang zu Informationen, Kontakten, Dienstleistungen und Dokumenten betrachtet werden. Anträge, Formulare, Bescheinigungen, Vordrucke und Fragebögen stellen Barrieren im Alltag von Menschen mit Behinderungen und auch von Menschen mit Migrationshintergrund dar.

Eine barrierefreie Homepage hingegen würde allen Menschen einen Zugang zu unserer Stadt erleichtern und sie darin unterstützen, ein aktives Mitglied dieser Gemeinschaft zu sein.

Darüber hinaus profitiert auch die Stadt von einer barrierefreien Internetseite, denn es ist bekannt, dass die Suchmaschine Google Websites mit barrierefreiem Zugang in seinem Ranking bevorzugt. Dies würde sowohl die Zahl der Zugriffe als auch den Bekanntheitsgrad unserer Stadt steigern.

Auf der Homepage der Stadt wurden bereits vom Behindertenbeauftragten, Holger Dreher, Informationen zum Thema „leichte Sprache“ bereitgestellt. Eine barrierefreie Version der Homepage gibt es jedoch nicht. Auch werden bisher keine Dokumente in leichter Sprache bereitgestellt.

Darüber hinaus fällt auf, dass in Texten der Homepage der Stadt Oranienburg eine Vielzahl von maskulin-generalisierenden Formen (generisches Maskulinum) verwendet wird, wenn zum Beispiel von „Mitarbeitern“, „Ansprechpartnern“ und „Bürgern“ gesprochen wird. Auf diese Weise wird jedoch immer die angesprochene Personengruppe mit männlichen Akteuren assoziiert. Frauen bleiben dadurch im Hintergrund und werden weder als Leserinnen angesprochen, noch wird deutlich, dass ein wesentlicher Anteil der Stadtverwaltung aus Frauen besteht. Im Sinne einer inklusiven Gesellschaft ist zukünftig daher auch auf geschlechtergerechte Formulierungen in Internettexten und Printmedien der Stadt Oranienburg zu achten, denn Sprache ist ein Spiegelbild unseres Denkens.

 

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