Grundwerte – gemacht fürs ganze Leben

Veröffentlicht am 18.05.2017 in Ortsverein

Eigentlich wollte ich in meinem ersten Blog über das Thema Asyl schreiben, denn dies begleitet mich und viele andere bereits mehr als drei Jahre. Viel wurde in dieser Zeit geschafft und vorangebracht. Viele Menschen, ob Mitarbeiter der Verwaltungen oder ehrenamtlich engagiert haben in den schwierigen Zeiten im Jahr 2015 alles gegeben, damit wir die Situation im Griff behalten. Die Situation war schwierig und unübersichtlich. Noch heute sind viele engagiert und helfen dabei, den hier schutzsuchenden Menschen einen Einstieg in einer fremden Welt zu erleichtern. Aber seit Ende April beschäftigt mich etwas anderes – die Bundeswehr.

Eine Armee, die so vielseitig in den Anforderungen an ihre Soldaten ist, wie die Aufgaben, die die Truppe gestellt bekommt. Ob es nun die Katastrophenhilfe während eines Hochwassers ist, die Einsätze in anderen Ländern oder eben auch die Hilfeleistung bei der Flüchtlingskrise in den letzten Jahren. Die Politik gibt unserer Parlamentsarmee die Richtung vor und die Truppe gab und gibt immer alles. Selbst habe ich das als Soldat in der Kampftruppe und in internationaler Stabsverwendung erleben können. Als Fallschirmjäger erhielt ich eine harte Ausbildung, man steht im Fall der Fälle an vorderster Front – und ja, ich wurde auch an meine körperlichen und seelischen Leistungsgrenzen herangeführt. Das war auch gut so! Als ich kurzzeitig in Lehnitz stationiert war und auf meine zukünftige Verwendung in Straßburg vorbereitet wurde, habe ich die Ausbildung der Artillerie kennengelernt. Diese war bei weitem nicht so fordernd, hatte aber auch andere Schwerpunkte, denn der Artillerist steht nicht an erster Linie. Doch eines ist bei der Bundeswehr gleich, man kann sich auf seinen Kameraden verlassen.

Meine Dienstzeit bei der Bundeswehr prägt mich auch in meinem heutigen Tun. Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und auch der Mut, Aufgaben anzugehen mit einem ungewissen Ausgang stehen für mich im Mittelpunkt in meiner politischen Arbeit. Dafür habe ich meine innere Überzeugung, die ich gestern vertrat, heute vertrete und morgen vertreten werde. Denn ich spreche Probleme direkt an, mit dem Ziel, diese Herausforderungen anschließend gemeinsam zu meistern. Zudem bin ich gradlinig in meinem Handeln und möchte in meinem Tun ein Vorbild sein, um andere zu motivieren, sich für Werte zu engagieren. Ich erwarte von niemandem etwas, was ich selbst nicht leisten kann und bei Ungerechtigkeiten schaue ich nicht weg, sondern handle. All dies ist nicht nur für einen Soldaten wichtig, es ist auch in der Politik wichtig. Man muss gemeinsam die Welt, Europa, Deutschland, Brandenburg, Oberhavel, Oranienburg und Lehnitz gestalten und somit zukunftssicher machen. Jeder muss in seinem Bereich das Beste geben, getreu dem Motto „Un devoire d’execellence“ (dem Besten verpflichtet). Es geht mir nicht darum, dass ich den Menschen nach dem Munde rede, damit ich bei der nächsten Wahl ein tolles Ergebnis erziele. Ich mische in der Oranienburger Politik aus Überzeugung mit und möchte dazu beitragen, dass sich unsere Stadt positiv weiterentwickelt – ich bin ein Lokalpatriot. Einer Einheitsmeinung kann ich mich aus meiner inneren Überzeugung nicht pauschal anschließen. Jedoch kann man mich mit Argumenten überzeugen.

Einige dieser Werte habe ich bei einem Soldaten lernen können, der vor kurzem nach 44 Dienstjahren von unserer Verteidigungsministerin abgesetzt wurde – drei Monate vor seiner Versetzung in den Ruhestand. Der Grund waren die vereinzelten Verfehlungen von Uniformträgern in seinem 12.000 Soldaten starken Ausbildungsbereich und die Aufklärung derer. Wenn Politiker ohne nennenswerte Erfahrung in der Bundeswehr über Soldaten richten, um auch eigenes Versagen zu verschleiern, dann ist es die Art von Politik, die viele von uns nicht mehr ertragen möchten.

Ich danke Ihnen, Herr General Spindler, für die Werte und Lebensweisheiten, die ich mir während unserer zweijährigen Zusammenarbeit annehmen konnte.

Vieles außerhalb der Truppe ist anders, aber wer sich entscheidet zu ihr zu gehen, der muss wissen, dass die Truppe nicht irgendein „Job“ ist, den man ausübt. Leidenschaftliches Engagement gehört dazu. Für mich hat die Bundeswehr kein Haltungsproblem in Führung und Korpsgeist. Höchstens vom Tragen des Gerödels und schweren Rucksacks hat der Soldat irgendwann ein „Haltungsproblem“. Die Bundeswehr ist auch ein Spiegelbild der Gesellschaft, so wie wir es bei der Polizei, Feuerwehr und den Verwaltungen auch haben. Das bedeutet nicht, dass man Rechtsextremismus dulden darf oder die Wehrmacht vergöttern kann. Extremismus in jeglicher Form verabscheue ich, das geht sicher jedem kritischen Staatsbürger mit oder ohne Uniform so. Und die Wehrmacht war eine Armee der Nazi-Diktatur, das darf man nie vergessen. Allerdings werden einige Soldaten für ihre Leistungen in Sachen Taktik und Führung auch international sehr anerkannt. Beispielsweise Generalfeldmarschall Erwin Rommel. „Das Führen von vorn“ hat er maßgeblich etabliert und es wird heute in allen modernen Armeen angewendet. Wichtig sind die politische Bildung der Soldaten und die Dienstaufsicht des nächsthöheren Vorgesetzten, damit der Extremismus keine Chance hat und auch jeder junge Soldat differenzieren kann. So bekommt man den gesunden Menschenverstand und weiß, was im Rahmen oder was außerhalb ist. Eine Grauzone sollte es gar nicht erst geben dürfen.

Bis dahin bleibt gesund und startet gut in den Sommer!

Ihr und Euer
Arne Probandt

 

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