Müllzwischenlager in Germendorf

Veröffentlicht am 27.10.2010 in Kommunalpolitik

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 27.10.2010:

Germendorfer BI akzeptiert Kreistagsvorsitzenden als Schlichter im Müllstreit

GERMENDORF - Die Bürgerinitiative (BI) „Contra Müll-Lager“ ist dem Vorschlag des Oberhavel-Holding-Aufsichtsrates gefolgt und hat den Kreistagsvorsitzenden Karsten Peter Schröder (SPD) als Vermittler im Streit um das Müllzwischenlager in Germendorf akzeptiert. Schröder wird damit dem Runden Tisch vorstehen, der am 18. November zum ersten Mal zusammenkommt.

Das ist das Ergebnis eines Gespräches zwischen Dirk Bernhardt und Olaf Bendin von der BI, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Holding, Arne Pfau, sowie Karsten Peter Schröder, das am Montagabend stattfand. „Nach drei Stunden intensiver Verhandlung konnten sich alle Beteiligten auf eine gemeinsame Konzeption zur Durchführung der Gespräche am Runden Tisch verständigen“, erklärten Bernhardt und Schröder gestern. Beide lobten die konstruktive Gesprächsatmosphäre. Dies gebe Anlass zu Optimismus.

Dennoch halte sich die BI die Option offen, „jederzeit“ einen anderen Moderator vorschlagen zu können, betonte Bernhardt. Bisher habe er aber den Eindruck, dass Schröder bereit sei, die Rolle eines neutralen Vermittlers einzunehmen.

Der Streit um das Germendorfer Müllzwischenlager war entbrannt, weil Anwohner es als Geruchsbelästigung empfinden und die Auflösung des Lagers forderten. Der Kreis als Betreiber des Lagers, in dem derzeit rund 40 000 Tonnen Müll liegen, sieht bislang keinen Handlungsbedarf.

An dem Runden Tisch, der alle vier Wochen in der Mehrzweckhalle in Germendorf stattfinden soll, werden insgesamt 15 Personen teilnehmen (siehe Kasten). Weitere Teilnehmer könnten bedarfsweise hinzukommen.

Bernhardt verbindet mit dem Runden Tisch die Hoffnung, eine offene Diskussion in Gang zu bringen, die möglicherweise zu neuen Erkenntnissen führe. Er geht von Gesprächen auf Augenhöhe aus. „Wir wünschen uns kein Frage-und-Antwort-Spiel.“

Kontrovers diskutiert wurde die Beteiligung der Öffentlichkeit. Während Arne Pfau dies skeptisch sieht, ist dieser Punkt für die BI wohl nicht verhandelbar. Es bestehe „uneingeschränkt die Forderung“, sowohl Presse als auch – zu ausgewählten Gesprächsrunden – Bürger an der Gesprächsrunde teilnehmen zu lassen, so Bernhardt. Zunächst scheint man sich erst einmal auf einen Kompromiss geeinigt zu haben: Der erste Runde Tisch findet hinter verschlossenen Türen statt – mit Pressekonferenz im Anschluss. (Von Sebastian Meyer)

 

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