Olaf Bendin neuer Ortsvorsteher in Germendorf

Veröffentlicht am 26.10.2008 in Kommunalpolitik

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 25./26.10.2008:

ORTSBEIRAT: Wechsel in Germendorf

Bendin übernimmt Amt von Eichholz / Kritik am Müll-Zwischenlager

GERMENDORF - Der Stadtverordnete Olaf Bendin (SPD) erhielt am Donnerstagabend bei der Ortsvorsteher-Wahl in Germendorf alle fünf Stimmen der Mitglieder des Germendorfer Ortsbeirates. Zu seinem Stellvertreter wurde Siegfried Senn (SPD) gewählt, der vier Stimmen erhielt. Eine Stimme entfiel auf Dietmar Wackrow (CDU).

Bendin dankte seinem Amtsvorgänger Horst Eichholz für die langjährige Tätigkeit als Bürgermeister von Germendorf. Er bedauerte, dass es von Seiten der Stadt Oranienburg bisher keine würdige Verabschiedung gegeben habe. Mit der Gemeindegebietsreform sei auch die Ehrenbürgerschaft von Eichholz nicht übernommen worden.

Der neue Ortsvorsteher nutzte die konstituierende Sitzung für harsche Kritik an dem geplanten Müll-Zwischenlager an der ehemaligen Deponie Hohenbrucher Straße (MAZ berichtete). Er informierte, dass dort eine Genehmigung für 200 000 Tonnen Abfälle erteilt worden sei. Sogenannte „hochkalorische Restbrennstoffe“ sollen gelagert werden, erklärte Bendin. Diese kämen von der mechanisch-biologischen Müllentsorgungsanlage Vorketzin (Havelland), seien in Ballen zusammengepresst und eigentlich für die Verbrennung vorgesehen. Bis die Müllverbrennungskapazitäten vorhanden seien, soll die Zwischenlagerung erfolgen. Die Germendorfer seien weder vom Landkreis noch von der Stadt über das laufende Genehmigungsverfahren informiert worden, empörte sich Bendin. „Wir waren glücklich, als die Deponie an der Hohenbrucher Straße geschlossen wurde und der Lkw-Verkehr durch den Ort endlich zurückging“, so Bendin. An der Hohenbrucher Straße gebe es keine Geh- und Radwege, dafür aber schulpflichtige Kinder. Der Ortsvorsteher rechnet mit Gefahren durch mindestens 80 zusätzliche Lkw-Fahrten pro Tag. Außerdem gebe es durch das Zwischenlager Umweltrisiken.

Das Landesumweltamt habe die Genehmigung für das Zwischenlager erteilt, erklärte die Sprecherin der Kreisverwaltung, Irina Schmidt. Die Prüfung wurde nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vorgenommen. Die Sprecherin verwies darauf, dass die Anlage privat betrieben werde.

Olaf Bendin betonte, dass das Areal dem Landkreis gehöre und dieser auch an der Flächenbewirtschaftungsgesellschaft beteiligt sei. (Von Heiko Hohenhaus)

 

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