SPD Antrag zu Badestellen in Oranienburg

Veröffentlicht am 18.04.2016 in Allgemein

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 12.04.2016:

Außer Wasser und Sand nicht viel sehen

Ziemlich öde sehen die Badestellen am Weißen Strand in Lehnitz und am Grabowsee aus. Spiel- und Freizeitangebote fehlen. Außer ein paar Mülleimern und vereinzelten Bänken gibt es nichts. Nun soll die Stadtverwaltung prüfen, wie die Strände etwas attraktiver, schöner und zeitgemäßer gestaltet werden können. Allerdings wird das bis nächsten Sommer dauern.

Oranienburg. Wenn sich Oranienburg als Stadt am Wasser bezeichnen möchte, dann muss es am Wasser auch gut aussehen. Insofern stieß der Antrag der SPD, die Badestellen am Lehnitzsee und am Grabow­see aufzuwerten, auf offene Ohren. „Wir haben uns diese Strände angesehen“, sagte Judith Brandt im jüngsten Bauausschuss. „Die sind nicht mehr zeitgemäß, und nicht einladend.“ Es fehlten Angebote, es gäbe keine Liegen oder Bänke. Die Fraktion begründete ihren Antrag mit weiteren Missständen, die an den Badestellen aufgefallen sind. Die Badebereiche seien verkrautet, es gäbe zu wenig Mülleimer, die bisher auch nicht an den Wochenenden entleert werden. Offizielle Lagerfeuerstätten könnten die illegalen Stellen ablösen.Und die Stadtverwaltung soll prüfen, ob ein separater Hundestrand Sinn macht. Jugendliche der Stadt hatten auf fehlende Beachsoccerfelder hingewiesen.

Die MAZ hat sich die Badestellen am Weißen Strand in Lehnitz und am Grabowsee angesehen. Noch herrscht überall gähnende Leere. Erst am 15. Mai wird die Badesaison offiziell eröffnet.

Am Weißen Strand in Lehnitz werden die Autofahrer durch die großen Löcher im Weg schon bei der Zufahrt gezwungen, vom Gas zu gehen. Wer wie parkt, entscheidet wahrscheinlich derjenige, der zuerst ankommt.Der Weiße Strand ist sehr weitläufig, bietet viel Liegewiese, aber nur eine Bank weiter oben und zwei direkt an der Badestelle. Die sieben großen Mülltonnen sind tief in der Erde verbuddelt. In allen Behältern liegen Abfälle, rundherum ist kein Fitzelchen an Papier oder Flaschen zu sehen. Weiß ist der Weiße Strand allerdings nicht.

Der Sand sieht relativ schmutzig aus, an mehreren Stellen wurden Feuer gemacht. Das Wasser an der Badestelle ist sehr klar und sauber. Der Einstieg ist flach und keineswegs verkrautet. Auch der Schilfbewuchs ist nicht störend. Als einziger Fahrradständer dient ein Birkenstamm mit Schlitzen versehen. Das ist auch schon alles, was am Weißen Strand geboten wird. Dabei gab es auch andere Zeiten, als die idyllische Badestelle Tausende Berliner anzog und ein Zeltplatz in unmittelbarer Nähe existierte. Der von der SPD gewählte Ausdruck, „nicht mehr zeitgemäß“ trifft die Situation ganz gut.

Am Grabowsee bietet sich ein ähnliches Bild. Außer einigen eingebuddelten Mülleimern und ein paar verlorenen Pferdeäpfeln ist dort nichts zu sehen. Bänke und Liegen fehlen.

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