Stadtwerke: Gelsenwasser nimmt Dampf aus dem Kessel

Veröffentlicht am 03.06.2011 in Ratsfraktion

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 03.06.2011:

ORANIENBURG - Die Gelsenwasser AG bemüht sich im Streit um die Zukunft der Oranienburger Stadtwerke, die Wogen zu glätten. Der Mehrheitseigner der Stadtwerke hat deshalb seinen bisherigen Verhandlungsführer Alexander Heckmanns aus dem Spiel genommen und durch Markus Janscheidt ersetzt. „Wir wollen damit signalisieren, dass wir auf die Stadt zugehen“, sagte Janscheidt am Mittwoch der MAZ. Heckmanns hatte zuletzt den Konflikt durch einige Äußerungen aufgeheizt. Ob Heckmanns weiterhin Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke bleibt, ist laut Janscheidt noch nicht entschieden.

Außerdem will Gelsenwasser die sogenannte Put-Option, wonach das Unternehmen die verbliebenen 35,1 Prozent der Anteile Oranienburgs an den Stadtwerken zurückkaufen muss, bis Ende des Jahres verlängern. Das hat Janscheidt dem SPD/Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dirk Blettermann per Handschlag versprochen. Gelsenwasser (hält 64,9 Prozent an den Stadtwerken) und die Stadt wollen dadurch Zeit gewinnen. Denn eigentlich wäre die Put-Option zum 30. Juni ausgelaufen – und einige Stadtverordnete hatten bereits signalisiert, die Stadtwerke in diesem Falle komplett verkaufen zu wollen.

Blettermann kündigte am Mittwoch an, dass seine Fraktion zum Beschluss, die Stromnetzkonzession für die nächsten 20 Jahre an Eon-Edis zu vergeben, stehe. Nun wolle man mit den anderen Fraktionen einen Antrag ausarbeiten, der sich mit der Zukunft der Stadtwerke befassen soll. Eine Idee sei beispielsweise, die mit Eon-Edis neu gegründete Netzgesellschaft bei den Stadtwerken einzugliedern. Sein persönliches Ziel sei es auf jeden Fall, dass die Stadt die Mehrheit an den Stadtwerken von Gelsenwasser zurückkauft. Dafür wären ihm zufolge allerdings mindestens fünf bis sechs Millionen Euro notwendig. Janscheidt bestätigte, dass Gelsenwasser weiterhin daran interessiert sei, die Stadt zum Mehrheitseigner zu machen.

Laut Blettermann will die SPD/Grünen-Fraktion sogar auf die Sommerpause verzichten, um zu Verhandlungen mit Gelsenwasser und den Stadtwerken zur Verfügung zu stehen. Der SPD-Abgeordnete Burkhard Wilde sagte, die Stadtwerke hätten ihre Chance bei der Vergabe zur Stromnetzkonzession verschlafen und stellte fest: „Die Stadtverordneten wollen nicht als die Totengräber der Stadtwerke erscheinen.“ Stattdessen müsse nun die Zeit bis Ende des Jahres genutzt werden, um in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. (Von Sebastian Meyer)

 

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