Verkehrsführung in Oranienburg-Süd

Veröffentlicht am 11.08.2008 in Allgemein

Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 09.08.2008:

57 Anwohner redeten mit
Straßenverkehr: SPD favorisiert weiter Vollsperrung

ORANIENBURG Das hat SPD-Fraktionschef Dirk Blettermann dann doch freudig überrascht: 57 Anwohner in Oranienburg-Süd und in der Weißen Stadt haben sich in der Debatte zur künftigen Verkehrsregelung in diesem Wohngebiet bis heute zu Wort gemeldet. Rückblick: Nach einem Vor-Ort-Termin hatte die SPD die Vollsperrung der Durchfahrtsmöglichkeiten zwischen Oranienburg-Süd und Weißer Stadt vorgeschlagen. Sowohl die Bahnunterquerung an der Hildburghausener Straße/Artur-Becker-Straße als auch die Unterführung an der Straße Am Kanal sollten künftig für den Autoverkehr gesperrt bleiben. Ausschließlich über die Eisenacher und die Jenaer Straße solle der Verkehr auf die Berliner Straße abfließen.

Die was halten die Betroffen davon? 500 Karten ließ die SPD drucken. Verteilte sie zwischen 12. und 19. Juli an die Haushalte. 53 trafen bei Dirk Blettermann bis gestern wieder ein, vier sandten sogar Briefe mit eigenen Vorschlägen. Dabei sprachen sich 56 Prozent der Einsender für die Offenhaltung der Durchfahrtsmöglichkeiten aus, 30 Prozent plädieren für deren Schließung.

Die Fraktion will nun noch einmal in Klausur gehen und hofft, beim Treffen mit Vertretern aller anderen Fraktionen am 12. August einen Kompromiss zu finden, damit ein gemeinsamer Antrag an die Stadtverordnetenversammlung im September zustande kommt. Grundsätzlich, so Eckhard Kuschel und André Becker, wolle man aber am Vorschlag der Vollsperrung festhalten. Die Variante müsse einfach ausprobiert werden. Und das für mindestens ein Jahr, sind beide überzeugt. In dieser Zeit sollten sich einerseits Planer um eine optimale Verkehrsführung im Gebiet Gedanken machen, Verkehrsströme beobachten und Autos zählen. Andererseits soll die neue SPD-Fraktion Druck machen, damit die Prioriätenliste der Stadt zum Straßenausbau überarbeitet wird. Die Weimarer Straße müsse z. B. ganz oben stehen. Auch mehr Aufklärung sei vonnöten, so Becker. So müsse zum Beispiel die im Lehnitzer Bussardweg mit Erfolg praktiziert Möglickeit pulbik gemachte werden. Dort hatte ein Hauseigentümerzusammenschluss den Straßenbau selbst in die Hand genommen und günstiger Preise erzielt als die Stadt. hb

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Artikel aus dem Oranienburger Generalanzeiger vom 09.08.2008:

Den Durchgangsverkehr verbannen
Gute Rücklaufquote bei SPD-Umfrage zur Verkehrssituation, aber kein klares Ergebnis


Manuela Mewes, Stefan Hübner, André Becker (vorn)
Olaf Bendin, Dirk Blettermann, Eckhard Kuschel (hinten)
Foto: Brennecke

ORANIENBURG (bren) "Wir sollten es einfach für ein Jahr ausprobieren. Dann wird sich zeigen, dass es eine ganz vertretbare Lösung sein kann. Alle Kritiker suchen sich rasch andere Wege", ist Eckhard Kuschel überzeugt. Der SPD-Stadtverordnete und Vertreter seiner Fraktion im Bauausschuss brachte es gestern auf den Punkt, wie die leidige Verkehrssituation in der Weißen Stadt und in Süd am besten zu lösen ist, nämlich durch das Verbannen des Durchgangsverkehrs in der Hildburghausener Straße zwischen der Weißen Stadt und Süd als auch in der Straße am Kanal.

Auch die übrigen Mitglieder der SPD-Fraktion, die sich gestern Nachmittag im Garten von André Becker zur Auswertung ihrer Umfrage zur Verkehrssituation (wir berichteten) versammelt hatten, sprachen sich für ein Durchfahrtverbot für Kfz an beiden neuralgischen Punkten aus. "Mit der Rücklaufquote von mehr als zehn Prozent können wir zwar eine recht gute Umfragebeteiligung vorweisen. Doch das Ergebnis ist keineswegs eindeutig", zog Fraktionschef Dirk Blettermann Bilanz. Denn nur 30 Prozent hätten sich für eine Schließung der Durchfahrtstraßen ausgesprochen, aber 56 Prozent dagegen. Vor diesem Hintergrund wird die SPD wohl auf eine noch größere Bürgerumfrage verzichten. "Manchmal ist es eben doch sinnvoll, die Minderheit vor der Mehrheit zu schützen", so Stefan Hübner.

Insbesondere die Anwohner an der gepflasterten Artur-Becker-Straße hätten einen Anspruch darauf, vor dem Durchgangsverkehr geschützt zu werden. Die Straße Am Kanal sei schon aufgrund ihres Zustandes als Durchfahrtstraße ungeeignet. "Insofern macht es aus unserer Sicht derzeit am meisten Sinn, beide Straße für den Durchgangsverkehr wie vorgeschlagen zu sperren", sind sich die SPD-Mitglieder einig. Sie wollen aber auch die Auffassung der anderen Fraktionen hören und treffen sich mit ihnen am kommenden Dienstag. "Wir sind an einer möglichst von vielen akzeptierten Lösung interessiert und hoffen auf eine Verständigung, um noch in dieser Wahlperiode zu einem Beschluss zu kommen", so Blettermann.

Das Ganze solle von Verkehrsplanern begleitet werden und auch Pläne für den sukzessiven Ausbau der Straßen in Süd und der Weißen Stadt müssten geschmiedet werden, um auch auf diese Weise die Zustände zu verbessern, so André Becker. Dabei sollte für Anliegerstraßen überlegt werden, ob diese nicht auch unter Regie der Anwohner ausgebaut werden könnten, was deutlich preiswerter möglich wäre.

 

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